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Biographie

rekkorder stehen für eingängigen und energiegeladenen Alternative-Rock, der durch die Stimme der kolumbianischen Frontfrau Nina Lucia geprägt wird.
Mit Gitarrist, Bassist, Drummer und gut platzierten Sounds feuert das Quartett aus Hamburg Songs ab, die abgehen und hängen bleiben. Anfang 2015 gegründet, erschien das Debüt-Album „Breaking Silence“ im November 2016, welches von Mastering-Legende Scott Hull bei masterdisk in New York fertig gestellt wurde.
Live überzeugten rekkorder bereits voll bei diversen Clubgigs und Festivals. Anfang September 2018 flog die Band nach 2017 das zweite mal für einige Konzerte im Rahmen der MINUSMA Mission ins westafrikanische Mali.
Aktuell arbeitet die Band an neuen Songs.

Mitglieder

Live

Aktuelles Album

"Breaking Silence", VÖ: 30.11.2016
recorded at Feuerberg Studio, Hamburg
Drums recorded at Rosenquarz Tonstudio , Lübeck
Mixed by Julius Galla & Bernd Bloedorn
Mastered by Scott Hull (masterdisk, NY)

Was die Presse zu rekkorder sagt:

"Kein Ferienlager in Mali"
"Die deutsche Gruppe rekkorder war vor einigen Wochen zu Gast im westafrikanischen Staat Mali, um für die dort stationierten UN-Friendenstruppen live zu spielen. Die bereits schon fü 2017 vorgesehenen Gigs mussten durch einen tragischen Hubschrauberabsturz kurzfristig abgesagt werden und wurden nun mit zwei Shows nachgeholt. rekkorder-Mitglied Bernd Bloedorn erzählt über diese unvergessliche Reise:"
"Waren die Konzerte nur für Angehörige der Friedensmission?"
"Das Camp Castor beherbergt das größte Auslandskontingent der Bundeswehr (zwischen 700 und 1.000 Mann). Des Weiteren sind in dem Camp niederländische und kanadische Einheiten stationiert - alle im Rahmen der UN-Friedensmission MINUSMA. Hinzu kommen noch Angestellte einiger Firmen, die dort im Camp tätig sind. Das war unser Publikum."
"Wie sind die Reaktionen auf die Auftritte ausgefallen?"
"Diese waren wirklich überwältigend - von allen Seiten, sowohl von Deutschen, Niederländern als auch Kanadiern. Vom einfachen Dienstgrad bis zum Oberbefehlshaber im Camp gab es dermaßen viel Lob, dass wir richtig gerührt waren. Des Weiteren hatte unsere Sängerin das Publikum von Anfang an voll im Griff - es war irgendwie Liebe auf den ersten Blick."
"Wie fällt Euer Resümee aus?"
"Wir waren ob der Reaktionen der Soldaten wirklich gerührt. Dazu kamen noch der Support und die Art, wie wir in den Camps aufgenommen wurden. Wir hatten durchweg den Eindruck, dass man sich von allen Seiten sehr viel Mühe gab. Man muss bedenken, dass so ein Militär-Camp kein Ferienlager ist. Die Unterkünfte waren gut und das Essen ebenfalls klasse. Und insbesondere in Gao hatten wir in Robin einen Betreuungsoffizier zur Seite, der sich wirklich enorm für unsere Belange einsetzte und uns half, wo er nur konnte. Die Nieerländer stellten uns mit einem Tieflader-Anhänger und Containern eine provisorische, aber wirklich abgefahrerne, coole Bühne zur Verfügung, und bei den Konzerten konnten insbesondere zu Beginn die Niederländer und Kanadier zeigen, dass sie auch ohne Alkolhol (in den Camps herrscht striktes Alkohol-Verbot) die Kuh zum Fliegen bringen konnten, was dann letztendlich auch nach kurzer Zeit die Deutschen zum Mitfeiern brachte."
"Das Rahmenprogramm war auch großartig: Ausflug in Bamako mit Fahrt über den Niger. Im Camp Castor im Norden konnten wir die dort stationierten Heron-Drohnen besichtigen, die dort in klimatisierten Hangars geparkt sind, wenn sie nicht in der Luft sind. Die Kanadier hätten uns noch gerne ihre Hubschrauber gezeigt. Das Angebot mussten wir leide ausschlagen, da wir mit dem Aufbau für den Gig enorm viel zu tun hatten. Des Weiteren hatten wir sehr viele interessante Gespräche mit Soldaten und bekamen einen Einblick in eine Welt, die einem normalerweise verschlossen bleibt."
"Habt ihr Anmerkungen zum Klima und andere Nettigkeiten?"
"Es ist extrem heiß! Wenn man aus dem Flieger steigt, fühlt es sich insbesondere oben in Gao an, als ob einem jemand mit der Bratpfanne gegen die Stirn haut - schon im Schatten muckelige 38 - 40 Grad - in der Sonne dann ensprechend mehr. Auf der Landebahn sollen schon bis zu 70 Grad gemessen worden sein. Beim zweiten Gig, der ja ein Open Air war, hatten wir mit enorm viel Insekten zu tun, die sich von den Scheinwerfern angezogen fühlten. Sie saßen einem beim Spielen auf den Armen, im Gesicht oder auch einfach mal auf dem Griffbrett der Gitarren - wahrscheinlich, um sich einfach mal ein paar neue Akkorder abzuschauen. In Bamako war das Treiben auf den Straßen bemerkenswert: Das Alter der dort fahrenden Autos (gefühlt hatten die meisten einen 7-stelligen Kilometerstand) und es war erstaunlich, was man alles auf einem Moped transportieren kann, zum Beispiel ein Sofa oder eine ganze Familie."
"Text: Marco Marin"
Interview: rekkorder in Mali - Veranstaltungen geselliger Art oder the hottest tour on earth
rekkorder ist eine Rockband aus Hamburg, die sich leidenschaftlich dem Alternative Rock / Metal hingibt, der mit genug Hard Rock / Crossover sowie lupenreinem Metal durchzogen ist, doch niemals die eingängige Melodie verliert. Bandgründung wird mit 2015 datiert, 2016 erschien das einfach geniale Album „Breaking Silence“ und die Hanseaten fegten bis dato erfolgreich über viele Bühnen der Republik. Natürlich gab es auch hier einige Drehungen auf dem Bandkarussell, doch die aktuelle Besetzung ist inzwischen sehr tight eingespielt, bastelt an neuen Songs und wird demnächst in Mali einige Konzerte geben. Richtig gelesen, Mali. West-Afrika. Unter dem Motto REKKORDER GOES MALI 2018, wird die Band einige Camps der UN Friedensmission besuchen und die Soldaten & Helfer auf „Veranstaltungen geselliger Art“ (Soldatendeutsch) bestens unterhalten. Im letzten Jahr lief bereits so eine Aktion, die Band war auch schon vor Ort, doch die Gigs mussten kurzfristig durch den Tod von 2 Piloten bei einem Hubschrauberabsturz gecancelt werden. Dieses Jahr wird alles gut und noch besser, und die logistische Hau-ruck-Aktion nimmt ihren Lauf… Ich darf die (für mich) hottest tour on earth begleiten und sprach mit Gitarrist Bernd über das Unternehmen REKKORDER GOES MALI 2018. Lest selbst...
Totti: Hi Bernd, ich bin schon sehr aufgeregt, sehr gespannt was kommt, was mich erwartet…das wird ein Abenteuer. Wie siehst Du das? Lass uns besser vorn anfangen, wer ist aktuell bei Rekkorder aktiv?
Bernd: Hi Totti… Singen tut nach wie vor Nina, Antonio ist am Bass, Niclas an den Drums und Nils und ich an den Gitarren.
Totti: Ist „Breaking Silence“ das 1. und einzige Album?
Bernd: Ja, doch wir arbeiten seit geraumer Zeit an neuen Songs. Es gibt auch schon einige, die wir bereits vorproduziert haben, aber da sind noch die Drums und der Bass von den Vorgängern drauf. Das gehen wir an, wenn wir aus Mali zurück kommen. Es ist noch genug zu tun. Es gibt zig bereits aufgenommene Ideen, usw…Veröffentlichung ist nächstes Jahr angepeilt, aber wohl erst in der 2. Jahreshälfte.
Totti: Wie kam es eigentlich zu der Idee, nach Mali zu fliegen um dort mal für ein bißchen Abwechslung zu sorgen?
Bernd: Darum hat sich das Management gekümmert. Wir sind ja im letzten Jahr bereits dort gewesen doch am Tag unserer Ankunft, ist ja ein Hubschrauber aus technischen Gründen abgestürzt, 2 Piloten tot und ein Rockkonzert dazu, passt nicht wirklich zusammen. Das haben wir natürlich verstanden und so fiel der Gig aus. Unverrichteter Dinge verließen wir dann 4 Tage später wieder Mali.
Totti: Schade.
Bernd: Kurz danach kam ein Anruf, ob wir uns vorstellen können, dass 2018 nochmal zu machen, und da haben wir natürlich sofort JA gesagt. Und nun geht es los, für ´ne gute Woche. Wir werden dieses Mal auch an 2 Standorten spielen, in einem internationalen Camp im Süden und in einem Camp im Norden des Landes.
Totti: Gibt es in jedem Camp nur einen Gig?
Bernd: Im Süden ist es tatsächlich nur 1 Gig, im Norden sind es 2 Gigs die wir spielen. Einen etwas kleineren Indoor-Gig und später etwas Größeres „Open-Air“, natürlich in diesem Camp. Wir werden sehen, wie das vor Ort aussieht…
Totti: Sind das die bisherigen einzigen Auslandserfahrungen mit Band die ihr gemacht habt, bzw. noch machen werdet?
Bernd: Ja, bisher ja. Aber wir arbeiten dran, dass sich das ändert. Das Management versucht uns natürlich im nahegelegenen Ausland unterzubringen, doch ist das letztendlich auch immer eine Kostenfrage.
Totti: Ihr seid bereits vor Ort gewesen…und ich stelle mir das irgendwas spannend, aufregend aber auch irgendwie beängstigend und beklemmend vor. Doch meine Aufregung überwiegt bisher alles. Zumal ich auch noch nicht in Mali war...
Bernd: Also beklemmend fand ich es nicht…nur sehr heiß, hahaha…besonders im wüstenmäßigen Süden des Landes sind nun mal durchschnittlich 40°C tagsüber, also noch etwas wärmer als hier die Tage… Man kommt mit der Hitze aber relativ gut klar, weil es auch sehr trocken ist und das für uns hergerichtete Bandzelt, wurde auch gut klimatisiert, so dass wir auch alle recht gut dort nachts geschlafen haben. Was auch sehr interessant war: der Austausch mit dort stationierten oder durchfahrenden Soldaten. Informationen aus 1. Hand vor Ort, wie die Leute da so drauf sind, wie sie über die eine und andere erlebte Situation denken. Auch wenn wir im letzten Jahr nicht spielen konnten, war es ein lohnenswerter Blick in eine Welt, die man so als Zivilist, nie kennenlernen wird. Wir sind dort aus meiner Sicht, gut aufgenommen worden und haben uns auch sicher gefühlt. Man kam mit Einigen ins Gespräch, andere waren eher verschlossen, aber jeder Mensch ist ja auch anders drauf.
Totti: Um nochmal auf die nächtliche Situation zu kommen: da stehen in diesen Zelten tatsächlich Klimageräte?
Bernd: Ja. Es kühlt auch nicht stark ab, aber es ist auch nicht brutal heiß. Und auch sonst gab es nix zu meckern. Es gab Feldbetten, auf denen Matratzen lagen und leichtes Bettzeug. Und alle von uns haben gesagt, dass sie lange nicht mehr so gut geschlafen haben.
Totti: Wie sieht es denn so mit den Annehmlichkeiten in der Wüste aus, gibt es zum Beispiel WLan oder ähnliches?
Bernd: Theoretisch ja, praktisch hatten wir aber Probleme, weil unser Aufenthalt in diesem Transitcamp nicht geplant war, wir aber wg. dem Absturz nicht weg kamen. Wir fanden letztendlich eine günstige Lösung mit holländischen Einheiten… Im nördlichen Camp besteht eine bessere Telekommunikationsstruktur. Ich habe bereits mit denen gemailt und telefoniert und von der Qualität war das schon „Ortsgespräch“, das war wirklich schon sehr gut.
Totti: Du sagtest eben, „holländische Einheiten“...
Bernd: Ja. Wie gesagt, wir „strandeten“ in diesem Transitcamp, unweit des Flughafens…und sollten ja ursprünglich weiter, was ja abgesagt wurde. Auch diesmal geht es zuerst im Süden in dieses internationale Camp, in dem europäische Einheiten, aber auch amerikanische Einheiten unterwegs sind. Es ist eine UN Mission, daher die internationale Beteiligung.
Totti: Gibt es Ärger, wenn ich das jetzt so alles aufschreibe???
Bernd: Hahaha…Nein, keine Angst. Wir plaudern hier nicht über irgendwelche, uns sowieso nicht bekannten Interna…alles kann offiziell im Internet nachgelesen werden.
Totti: Wie sieht euer Programm für die Damen und Herren in der Wüste aus, gibt es Besonderheiten in der Setlist?
Bernd: Eigentlich haben wir unser „Festival-Set“ im Gepäck…wir wollten noch ein paar Coversongs dazu packen, haben es aber aus allen Gründen der Welt nur auf einen gebracht. Ein Song wird dabei sein, der schon auf dem Debüt landen sollte, doch unser voriger Drummer nicht mehr geschafft hat, einzuspielen. Nun landet er etwas überarbeitet auf dem kommenden Album.
Totti: Wie angefixt ist eigentlich die Band auf die Gigs in Mali, gab es auch kritische Töne oder waren alle sofort Feuer und Flamme wie ich?
Bernd: Anfangs gab es schon ein wenig Bedenken, die aber beseitigt werden konnten. Man muss es ja auch mal so sehen: so eine Geschichte wird den meisten Menschen gar nicht angeboten und das ist einfach was besonderes! Etwas spannendes. Muss man sich überlegen, ob man im Leben was spannendes tun will oder chillig auf der Couch „Bauer sucht Frau“ gucken will…in der Band haben alle Bock auf spannende Geschichten.
Totti: Es gibt ja ´ne Menge Tagesfreizeit in diesem Camp, was man nicht verlassen darf. Was tut man in der Zeit?
Bernd: Akustikgitarre greifen, lesen,…aber wieviel Freizeit bleibt, müssen wir erstmal sehen, denn wir müssen ja unseren Kram auch noch aufbauen, das kostet auch ein wenig Zeit…wir wollen ein bißchen mit „Go-Pros“ filmen und müssen mal gucken, wo man die Kameras so überall befestigen kann…ein bißchen Fotoshooting…ich denke, langweilig wird uns nicht werden, wir kriegen die Zeit da schon rum.
Totti: Die Spannung und Aufregung steigt von Tag zu Tag in mir…
Bernd: Im letzten Jahr hat es allen gut gefallen, und das schweißt auch so´n bißchen zusammen. Man ist ja recht intensiv ein paar Tage zusammen und die Kontakte entwickelten sich in der Zeit prächtig. So eine Aktion bringt auf jeden Fall was! Irgendwie eine Mischung aus Abenteuer- und Klassenfahrt und als 1. Ansprechpartner vor Ort, fühle ich mich ein bißchen wie der Lehrer, hahaha…
Totti: Zum Glück sind meine Flegeljahre rum, hehe… Wie läuft das mit der täglichen Hygiene?
Bernd: Es gibt natürlich Duschen, usw….ist ein bißchen wie Festival, aber alles im erträglichen Stil.
Totti: Wieviele nicht angenehme Krabbeltierbegegnungen gab es denn?
Bernd: Bestimmt wird es welche geben und man denkt ja auch an Skorpione, wenn man Wüste hört…aber es sind halt auch viele Menschen unterwegs und die Tiere bleiben dem ja eigentlich lieber fern. Es ist auch sehr trocken dort, ich denke, in den feucht-wärmeren Gebieten, gibt es mehr davon zu sehen, aber wir hatten unsere Ruhe. Was aber noch wichtig zu erwähnen ist: in den Camps herrscht absolutes Alkoholverbot!
Totti: Das klingt für mich nur logisch und stört mich kein bißchen…
Bernd: Naja, ist nicht schön, bei dem Wetter habe ich auch mal ein bißchen Bierdurst, hahaha…werde mir das aber auch problemlos mal die Woche verkneifen können. Ich kann das auch voll und ganz verstehen. Die Camps sind bewacht, da laufen sehr viele Menschen mit scharfen Waffen rum…da passt Alkohol einfach nicht dazu! Wegen Suff, sollte einfach nichts passieren, das ist sehr gut so! Die Sicherheit hat da wirklich die höchste Priorität. Und sollte sich in letzter Sekunde irgendwas negatives in dem Camp, bzw. auch in der Nähe ereignen, wird diese Aktion in der selben Sekunde auch gnadenlos gecancelt. Niemand will ein Desaster riskieren!
Totti: Was steht denn sonst noch bei Euch in diesem Jahr so an?
Bernd: Bis jetzt nix festes, vielleicht im Herbst noch ein paar Gigs…doch eigentlich liegt der Fokus klar auf den Arbeiten zum kommenden Album. Außerdem müssen wir unbedingt gegen ein sehr großes Manko arbeiten: wir haben noch kein einziges Musikvideo! Ist halt Mist, wenn jemand mal fix bei Youtube gucken will, wer oder was Rekkorder sind…und kein vernünftiger Clip am Start ist. Seit Jahren reden wir von, haben auch mal was angefangen, dann hat sich die Besetzung geändert und wir konnten die Aufnahmen in die Tonne treten…
Totti: Ein Clip für ´nen neuen Song?
Bernd: Ich denke, es macht mehr Sinn, wenn wir einen bereits bekannten Song dafür nehmen.
Totti: Ich bedanke mich. Ich fühle mich jetzt noch sicherer und freue mich sehr, wenn es dann am kommenden Montag endlich losgeht.
Text: Thorsten Jünemann
Es ergab sich eines Tages, da fand ich eine CD in meinem Postfach vor. Und als ich diese CD in den Player legte, schalte mir erstmal ein tiefes, leidenschaftliches „Hello“ entgegen. Nun dann: Hallo rekkorder in unserer Review-Sektion. :)
Während die ersten Minuten von Hello so durch mein Ohr wandern, wippt mein Fuß bereits unbewusst mit. Allerdings deutet meine rechte Augenbraue an, dass Melodie und Gesang noch nicht so ganz aufeinander abgestimmt sind.
Der zweiten Titel The Right Way weisen dann auch schon durch die einsetzenden schnellen Gitarrenriffs sprichwörtlich den rechten Weg, da sich dadurch ein Gefühl von Kraft und Weite einstellt, was sich dann wie ein roter Faden durch das Album zieht.
Zu Locked transformiert sich die Stimme von Sängerin Nina Luca Medina Munoz dann plötzlich zu einem Vamp und die Instrumente von Bernd Bloedorn, Daniel Petri und Tobias & Johannes Buchwald folgen ihr mit der passenden Dynamik nach.
Und die Kolumbianerin kann noch mehr! Bei Leave treibt sie die Lyrics so richtig vor sich her; ja rappt sie beinahe, um dann kurz das Tempo rauszunehmen, bevor sie wieder so richtig schön inbrünstig wird. Und das gleiche Spiel erfolgt von Gitarre und Bass. Ganz großes Kino!
Und wenn man dann Nephilim noch gehört hat, bekommt man auch so eine Ahnung warum die Band ihre Einflüsse bei Foo Fighters und Rage Against The Machine sieht. Und natürlich haben auch wahrlich epische Stücke ihren Platz auf Breaking Silence, denke ich hier nur an Save What's Left oder Public Enemy.
Das wirklich Interessante bei rekkorder ist jedoch nicht nur die breite Palette in der Titelauswahl, sondern die Wandlungsfähigkeit innerhalb jedes einzelnen Songs selber. Das kann man schwer beschreiben, das muss man hören! Und das könnt ihr unter www.rekkorder.de/audio - feine Sache. :) Allerdings habt ihr hier noch nicht die \"Musik zum Anfassen\" - sprich das wirklich schön gestaltete Album inklusive Booklet, was natürlich echt was her macht. Daher sprechen wir hier eine klare Kaufempfehlung aus.
Fazit:
Ich weiß es ist höchst unwahrscheinlich, dass diese Zeilen jemand von der Filmindustrie liest, aber falls doch: Liebe Medienmitarbeiter: Wenn ihr auf der Suche nach einem Soundtrack für die nächst Hawaii Five-O Staffel seid oder für den nächsten Silent Hill Videospielepos – ich verweise hier dezent mal auf das Stück October - dann hört bei Breacking Silence rein! Mich würde es schwer wundern, wenn ihr hier nicht fündig werden solltet. Denn als Soundtrack für das Leben eignet sich diese Scheibe schon mal hervorragend.
Text: Ginger Chan
Der afrikanische Staat Mali gilt nicht unbedingt als Nabel der Rock'n'Roll Welt.
Ganz im Gegenteil zählt die Gegend vor allem durch islamistische Fanatiker zu den Top-Gefahrenherden. Um die Gewalt wenigstens ansatzweise eindämmen zu können, sind in Mali UN-Friedenstruppen stationiert.
Die Hamburger Truppe rekkorder wird nun Ende Juli nach Mali aufbrechen, um in Timbuktu für die stationierten Kräfte zur Ablenkung ihrer gefährlichen Mission einige Konzerte zu spielen.
3 Fragen an rekkorder
Die Hardrock-Landschaft in Deutschland hat sehr viel zu bieten, und wir brauchen uns international wirklich nicht zu verstecken. Als aktuelles Beispiel möchten wir euch rekkorder aus Hamburg vorstellen, die unlängst in „Breaking Silence“ ein tolles Debüt einspielten. Angeführt von der gebürtigen Kolumbianerin Nina Lucia Medina Munoz als Frontfrau lassen es Bernd Bloedorn (Gitarre), Tobias Buchwald (Gitarre), Johannes Buchwald (Baß) und Daniel Petri (Schlagzeug) gehaltvoll krachen. Ihr Hardrock moderner Prägung hat was für sich, und Bernd beantwortet unsere Fragen.
„rekkorder entstanden aus meiner vorherigen Band, nachdem diese sich Ende 2014 aufgelöst hatte. Geblieben waren neben mir zwei weitere Mitglieder, die Crew hinter der Band sowie die Infrastruktur mit Studio, Proberaum und so weiter. Zum Glück trafen wir bei unseren Castings dann auf Nina, die uns sofort voll überzeugt hat. Sie hatte zu drei Layouts etwas vorbereitet. Ihre Stimme, ihre Performance und die Intonation waren einfach sensationell. Uns war sofort klar: ‘Die ist es.’ Nina ist ein ganz wesentlicher Teil davon, daß rekkorder auch live so gut funktionieren. Nach einigen Umbesetzungen haben wir dann 2016 eine Reihe erfolgreicher Clubgigs gespielt und Ende 2016 unser Debütalbum ‘Breaking Silence’ veröffentlicht. Der Name rekkorder entstand übrigens während einer Brainstorming-Session. Ich habe bei mir im Studio noch einen alten Kassettenrekorder als Andenken stehen, mit dem ich als Kind Aufnahmen gemacht habe. Ich hatte also schon relativ früh Erfahrungen mit Aufnehmen, also Recording, sammeln können. Daraus wurde dann rekkorder, wobei wir das erste k aus graphischen Gründen ja spiegelverkehrt schreiben.“
Was sind eure Wünsche und Erwartungshaltungen mit dem Erstling „Breaking Silence“?
„Die bisherigen Reaktionen auf das Album sind sehr positiv, und auch live kommen die Songs unheimlich gut an. Wir hoffen, dieses Jahr neben weiteren Clubgigs eine Reihe von Festivals zu spielen. Mittelfristig möchten wir auch im Ausland spielen. Support-Touren wären ebenfalls eine interessante Option.“
Das Mastering in New York, dazu eine wertige Verpackung im Digipack mit einem dicken Booklet: Manche „große“ Veröffentlichung kann da nicht mithalten. Euch scheint das Komplett-Paket sehr wichtig?
„In Zeiten von Spotify und Co. muß man sich als Musiker die Frage stellen, ob die Veröffentlichung einer Platte insbesondere in physischer Form überhaupt noch Sinn macht. Warum soll man sich eine CD kaufen, wenn man die Musik auch für umme streamen kann. Unsere Antwort darauf ist, weil man mit der CD einen Mehrwert hat. Neben der besseren Klangqualität im Vergleich zum Streaming haben wir insbesondere auch Wert auf die Haptik gelegt. Es soll Spaß machen, die CD auszupacken, in die Hand zu nehmen, das Booklet aus dem Schlitz zu ziehen und in den Texten der Songs, die wir alle abgedruckt haben, zu stöbern.
Was das Mastering angeht, wollten wir nicht einfach nur ein lautes Album haben. Da gibt es inzwischen ja komplett automatisierte Lösungen, die dann aber auch entsprechend klingen. Deshalb haben wir uns angeschaut, welche Platten wir richtig gut finden, und wer die gemastert hat. Da tauchte dann immer wieder Scott Hull von Masterdisk in New York auf. Wir haben ihn kontaktiert, ihm unsere Vorstellungen erzählt, und das scheint Scott gefallen zu haben. Letztendlich ist die Musik, die man macht, ja etwas, was einen selber gegebenenfalls überdauert. Und deshalb geben wir uns da auch so wahnsinnig viel Mühe und hören erst dann auf, wenn wir mit dem Ergebnis wirklich zufrieden sind.“
Text: Marco Magin
Alternative Wege schlagen die Hamburger Rocker von rekkorder ein. Die Gitarren und deren Melodien stehen dabei zwar stets im Vordergrund, richtig heftig wird es auf dem Debüt der 2015 gegründeten Band dabei aber nie. Vielmehr versucht man, Sängerin Nina Lucia einen ordentlichen Teppich zu liefern, auf dem diese ihre kräftige, charismatische Stimme präsentieren kann.
In Sachen Songwriting geben sich rekkorder freilich auch keine Blöße. Mit abwechslungsreichen Songs hält man Hörer bei Laune. Man bildet quasi die gesamte Palette an Möglichkeiten ab: Mal schneller (‚The Right Way’ oder ‚New Day’), mal etwas getragener (‚Locked’ oder ‚Upside Down’), immer mitreißend. Perfekt setzt man die Spannweite auf dem dynamischen ‚Save Whats Left’ in Szene.
„Breaking Silence“ ist so am Ende ein eigenständiges und spannendes Alternative Rock-Album geworden. Bedenkt man, dass rekkorder erst seit relativ kurzer Zeit zusammen musizieren, darf man sich wahrscheinlich noch auf einiges gefasst machen!
(MAST)
11 Punkte
Das fertige Werk kommt in einem optisch sehr ansprechenden 6-seitigen Digipack mit 16-seitigem Booklet daher und macht daher bereits beim Auspacken Laune. Die nächste Überraschung: alle Songtexte sind darin zum Mitlesen enthalten, was heutzutage leider eine Seltenheit geworden ist.
Und rekkorder haben einiges zu sagen, wenn man allein die 42 Textzeilen des uns begrüßenden Openers „Hello“ überfliegt. Gut, wir sehen vom Schüttelreim „Time Seems To Dissappear, Cannot See My Beer“ wohlwollend ab. Die übrigen Songtexte sind da wesentlich aussagekräftiger und gehaltvoller. Doch dazu später mehr.
Denn bevor wir von metal-heads.de jetzt durch jeden einzelnen Song hechten, bieten wir Euch die von REKKORDER in deren youtube-Kanal mitgelieferte, zeitsparende Alternative an. Einen Trailer nämlich, in dem sämtliche 12 Tracks zumindest angespielt werden. Voilá, macht euch einen ersten eigenen Eindruck von den Jungs und dem Mädel:...
Jetzt geht´s los. Mit besagtem „Hello“ nämlich. Welches uns nicht nur ordentlich begrüßt, sondern uns zugleich musikalisch echt vom Sonntags-Sofa reißt. Selten in neuester Zeit so einen fein abgemixten und gleichzeitig kraftvollen Alternative-Rock-Sound gehört. Zugegeben, die Stimme der kolumbianischen Sängerin Nina weist anfangs für unseren Redakteur hörbare Parallelen zu ihrer Landsfrau Shakira auf. Sowohl im Opener als auch im nachfolgenden „The Right Way“ nämlich ist Sängerin Nina irgendwie auf der Suche nach ihrer idealen Tonlage zum übrigen Sound.
Nina und Shakira – Hauptsache, Kolumbien
Gefunden haben sich die männlichen Musiker und ihre ausdrucksstarke Sängerin dann aber spätestens beim 3. Track der CD mit dem Titel „Locked“ . Die tiefere Stimmlage passt 1 A und bleibt in den restlichen Songs der insgesamt 46 Spielminuten langen CD zum Glück auch erhalten. Ab hier passt wirklich alles bei rekkorder.
"Locked" ist und bleibt dann auch unser Lieblingsstück. Nicht nur wegen der tricky brakes mitten im Song, sondern weil einfach alles passt. Die Drums spielen unaufgeregt aber hörbar, der Gitarrensound ist brillant und die Stimme von Nina absolut rockröhrentauglich. Dass der Kopf fortwährend im Takt nickt, liegt einfach daran, dass es REKKORDER verstehen, total eingängigen und ohrwurmtauglichen Rock abzuliefern.
Nach "New Wave" lockt der Basslauf im nachfolgenden Song „Leave“ den Hörer in einen brutal-guten Refrain. Unbedingt die Regler an den Boxen laut aufdrehen! Die Textzeile "Open My Eyes" passt irgendwie, denn der Sound klingt hier wie das Lied "Open Your Eyes" der Guano Apes.
Die Flüstertüte setzt Sängerin Nina dann zu Beginn des Lieds "Upside Down" ein. Und genau diese kleinen Elemente der Abwechslung – gepaart mit dem durchgehend saustarken Grundsound in sämtlichen Tracks – machen diese Debut-CD so interessant und hörenswert. Warum der Songtext von „Upside Down“ allerdings gleich zweimal im Booklet abgedruckt wird, bleibt ein Geheimnis der jungen Hamburger Band.
"Save what´s left"beginnt langsam und leise, entwickelt sich dann aber fast punkig und dreht sich inhaltlich – wie eigentlich in sämtlichen Stücken – wieder um die Gefühlswelt.
Mit dem letzten Drittel an Songs, im Einzelnen den Stücken "Nephilim" mit seinem groovigen Beat im Refrain, "Sound Of Light" mit dem alternative-hardcore-artigen Riffs, dem sphärisch-brutalen und mit Sprechgesang variierendem „Heat“ und dem abschließenden "Public Enemy" mit zartem Grindcoregesang im Hintergrund endet die Scheibe "Breaking Silence" ungewöhnlich laut. Ein weiterer Pluspunkt von REKKORDER, die es verstehen, gleich mit der Debut-CD aufzufallen. Andere Bands bauen zum Ende der Songauswahl doch häufig ab, die Hamburger steigern sich noch.
Fazit
Ein starkes Debut. Und zugebenermaßen höchst professionell vom ersten bis zum letzten Ton eingespielt, gemixt und gemastert. Wie eingangs erwähnt, bietet das Hamburger Quintett einen ausgefeilten Sound, solidesten Rock mit durchgängigem Ohrwurmcharakter und die aktuell sehr beliebte Symbiose des „female fronted“ Rocks. Wir von metal-heads.de sind auf die Live-Qualitäten der Band gespannt und hoffen auf ein baldiges erstes Kennenlernen.
von Ralfi Ralf
(Text by Pink)
Mit dem rasanten Einstieg „Hello“ begrüssen die Hamburger Newcomer rekkkorder seine Hörerschaft lautstark. Damit durchbrechen sie aber, wie etwa der Albumname ihres Debüts „Breaking Silence“ vorgibt, nicht nur die Stille. Nein! Aus tiefster Inbrunst schleudert mir die Truppe treibende Riffs entgegen, auf deren Flow ich sogleich aufspringe, um in den musikalischen Wellen zu reiten. REKKORDER mobilisieren das ganze Aufgebot an starken Songideen, damit sie ein Album abliefern können, das sich länger im Erinnerungsvermögen festzusetzen vermag.
Ziel definitiv erreicht, würde ich meinen, denn mit „Breaking Silence“ schaffen sie einen alternativen Spagat zwischen langanhaltender Eingängigkeit zum Einen, versorgen aber zum Anderen die Botenstoffe im Gehirn mit vielerlei Eigenheiten und hängen damit den allzu kommerziellen Zug immer schön knapp ab. Man merkt auf jeden Fall, die Truppe will sich treu bleiben.
Radiotauglich sind die Songs aber irgendwie trotzdem. Mit ihrer Mischung aus fetten Gitarrenverzerrungen, rockigen- und den teilweise ganz hauchdünnen funkigen Ansätzen, über all dem Sängerin Nina Lucia mit ihrem kräftigen, recht ernstem Gesangsorgan stets wacht, würde „Breaking Silence“ mit Sicherheit sehr gut bei so manchen Radiostationen anlaufen.
(Text by Pink)
rekkorder steigen direkt aus der Asche der 90s empor. Denn das Quintett aus Hamburg startet bereits mit seinem Debütalbum ein zünftiges, musikalisches Feuerwerk in alternativen Gewässern.
Insbesondere bei zwei Gitarristen (Bernd Bloedorn und Tobias Buchwald) fackeln die krachenden Songs nicht lange herum, wollen erst gar nicht in die Versuchung gelangen, eine langweilige Rocktruppe darzustellen, wenn zudem die Rhythmus-Sektion (Bassist Johannes Buchwald und Drummer Daniel Petri) den Pfad längst geebnet hat.
Mit Songs, die die alte verflossene Freundin wieder zurückerobern. Mit Songs, die den gerade kennengelernten jungen Freund sogar in den Bann ziehen. Vor allem mit dem Hit-Aspiranten ´Hello´, der von ihrer außergewöhnlichen Sängerin Nina Lucia Medina Muñoz mehr als großartig getragen wird. Gerade die Stimme der kolumbianischer Frontlady zieht jeden in den Bann. Erst recht, wenn sie die knackigen Lieder bisweilen mit kurzen spanischen und einmal sogar deutschen Texten nicht nur füttert, sondern damit schmückt.
Zwar kann nicht bei jedem Song auf ´Breaking Silence´ von einem Hit gesprochen werden, dennoch können die nicht unerfahrenen Musiker das Werk ohne irgend einen Ausfall beschließen. Respekt.
Rob (Bert) Hall
Alternative Rock aus Hamburg steht diesmal auf der Speisekarte. Female fronted um genau zu sein. Assoziationen zu Bands wie Evanescence oder Guano Apes kommen einem da zwangsläufig in den Sinn, wobei man damit dem Ganzen auch gar nicht so verkehrt gegenüber steht, denn die junge Band spielt durchaus bereits in dieser Liga mit. Zwar füllt sie keine großen Hallen, doch gemessen an ihrem absolut beeindruckenden Songwriting müsste sie das eigentlich.
Für den Anfang sind das erstmal starke Worte, denen aber auch Begründungen folgen sollen. Ich persönlich bin kein großer Freund von alternativen Rocksounds und bin trotzdem völlig begeistert. Will das nun etwas bedeuten? Wohl kaum, spiegelt dennoch die Klasse der Band wider, die sich hier bereits mit dem Debüt-Album dermaßen aus dem Fenster lehnt, dass man ihr eigentlich nur eine glänzende Karriere voraussagen kann. Frontfrau Nina Lucia mit ihren kolumbianischen Wurzeln schafft es mühelos in der Liga von Sandra Nasic und Amy Lee mitzuspielen und das trotz des augenscheinlich jungen Alters. Respekt! Aber auch das Songwriting kann im internationalen Vergleich absolut mithalten und braucht sich nicht hinter Hamburger Spießbürgerlichkeit zu verstecken. Ich lobe selten junge und frische Bands dermaßen über den grünen Klee. Aber hier hat sich meiner Meinung nach eine Nachwuchsband auf den Weg gemacht, den Olymp des Alternative Rock (oder Metal?) zu erklimmen. Holt euch das Teil über die bandeigene Homepage und lasst euch überraschen!
Fazit: Was für ein Debüt!
(Christoph)
Als Typ fürs Grobe schrecke ich immer etwas vor zuviel Melodie zurück. Jedoch bin ich gerne jeder Form von guter Musik offen, und wenn mir dann noch ein Exil-Saarländer seine aktuelle Band vorstellt, werde ich erst recht hellhörig. REKKORDER aus Hamburg sind eine recht junge Band, deren Mitglieder aber schon reichlich Erfahrung in anderen Bands sammeln konnten, und das hört man auch. Ihr Debütalbum "Breaking Silence" macht nun kein langwieriges Federlesen, sondern hebt auf direktem Wege die Vorzüge dieser Combo hervor.
Female fronted klingt ja in erster Linie schon mal interessant, denn irgendwie macht diese Tatsache eine Veröffentlichung neugieriger, aber auch kritischer alleine dadurch, dass die Männerwelt den Mikrofonposten viel zu oft einnimmt. Die Stimme der aus Kolumbien stammenden Nina kann allerdings schon vorneweg punkten, denn hier erkennt man sowohl eine stimmliche Begabung als auch ein Talent, ein Album mit zwölf Titeln abwechslungsreich und eindrucksvoll zu besingen. Neben der guten Stimme gibt es auch noch die klassische Rock-Metal-Besetzung, die das Dutzend an Songs ebenso abwechslungsreich und souverän vertonen.
Der Grad an Professionalität liegt dabei ebenso hoch wie das Hitpotential der Band. REKKORDER gelingt es, gleich mehrere solche Hits auf dem ersten Album zu haben, die zwar allesamt im erweiterten Alternativrock angesiedelt sind, aber dennoch jeder für sich seine Besonderheiten und Highlights hat. Ob melodiös, düster, hart-unterkühlt oder auch groove-orientiert, hier scheint jeder Folgeschritt wohl überlegt. Die zusätzlich eingespielten Sounds und instrumentalen Effekte geben den Liedern den letzten Schliff und machen das Gesamtpaket "Breaking Silence" zu etwas Besonderem, das nicht nur Fans speziell solcher Musik begeistern kann. Ich stelle hier nun auch keine Vergleiche an, denn selbst wenn die stilstischen Mittel nicht gänzlich unbekannt sind, so tue ich mir in diesem Areal doch schwer, Verbindungen zu knüpfen.
Ein durchaus beeindruckendes und überdurchschnittliches Debütalbum, dem man den fortgeschrittenen Status der Protagonisten deutlich anmerkt. REKKORDER ist eine Band, die man sowohl auf Konserve als auch live gut genießen kann, auch wenn mir das letztens krankheitsbedingt leider verwehrt blieb. Aber vor allem Radiostationen sollten diese Musik fördern und spielen, dann würde man das Gerät auch öfters mal einschalten oder eingeschaltet lassen.
(Jochen)